03.04.13 -4 Monate danach

Da hab ich wohl etwas zu laut gejubelt und geschrieen und gejohlt!

Mein erster Versuch, frei von Schmerzmitteln zu werden, scheiterte vor etwa 8 Tagen. Allerdings legte mir der Arzt 3 Tage später dringend ans Herz, keine Tabletten mehr zu nehmen. Ich weiß natürlich, dass mein Magen, meine Leber, meine Nieren und was weiß ich was noch alles unter den Tabletten leiden. Daher ist mir ja auch nix lieber, als schmerzmittelfrei zu sein. Daher Versuch Nr. 2 ab Mittwoch und über Ostern, also über knapp 1 Woche.

Es war die Hölle. Jeden Tag steigerten sich die Schmerzen um ein klein wenig auf der Skala von 1-10, um am Ostermontag dann bei etwa 7,5 angekommen zu sein.

Mit meinen Nerven war ich sowieso schon komplett am Ende, die Wetterkapriolen (Schnee, Kälte, Wetterfühligkeit) machten es auch nicht besser, und so heulte ich mich durch das Osterwochenende.

Gestern nacht dann war mein Peak erreicht, an Schlaf war bereits die sechste Nacht nicht zu denken, da warf ich wieder meine Mittelchen ein (bestehend aus 1 Diclophenac und, da akut, 15 Tropfen Tramabene).

Heute fühle ich mich um Häuser besser als die letzten paar Tage und habe beschlossen, dass mein nächster Versuch erst gestartet wird, wenn das Wetter sich der Jahreszeit angepasst hat.

Schockierend war, dass die Schmerzen kaum Bewegung möglich gemacht hatten, und ich mich in meinem Heilungsprozess um ca. 2 Monate zurückgeworfen fühlte.

In diesen Momenten vergisst man sehr schnell, dass einem bei der Rehaentlassung sehrwohl gesagt wurde, dass es ein Jahr dauern würde, und dass es gute und schlechte Phasen geben würde. Daher geht man einfach davon aus, dass alles so gut weitergehen wird, wie es angefangen hat.

Jemand in meiner Umgebung hat es heute auf den Punkt gebracht mit den Worten: „Du warst viel zu gut beieinander für die Kürze der Zeit und die Schwere der Operation. Da musste noch was kommen“. Ach ja. Ich hätte locker drauf verzichten mögen.

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