2 Jahre danach

Eingangs möchte ich festhalten, dass ich rundum voll zufrieden und glücklich mit meinen beiden Knieprothesen bin. Es hätte mir nichts besseres passieren können, ich kann wieder (fast) alles machen, wo ich vor der Operation gewaltig eingeschränkt war.

Status quo: Die Knie gehören inzwischen ganz zu mir. Ich spüre nur noch sehr selten, dass es doch ein Fremdkörper ist, den ich da in mir habe. Manchmal habe ich leichte Schwellungen im rechten Knie – ein Ballongefühl –, das vorrangig bei Wetterwechsel auftritt. Ich habe absolut keine Probleme mehr beim Aufstehen, wenn ich länger gesessen bin. Außer, ich habe vorher viel Sport getrieben – aber das hat dann eher mit einer Muskelermüdung denn mit den Knien zu tun.

Im Juni des heurigen Jahres, also eineinhalb Jahre nach der OP gab es nochmal so einen Besserungsschub. Ich dachte zuvor ja, bereits das Optimum erreicht zu haben, aber irgendwie war es das wohl doch noch nicht ganz, sondern da hat sich nochmal was getan. Dazu muss ich bemerken, dass wir in dieser Zeit sehr sehr sehr sehr viel mit dem Rad unterwegs waren und recht anstrengende Touren gemacht haben. Außerdem fahre ich nach Möglichkeit (Wetterverhältnisse) ja auch mit dem Rad zur Firma, was dann auch 30 km pro Tag macht. Und eines Tages, ohne dass ich den Prozess davor bemerkt hätte, stellte ich fest, dass meine Knie jetzt nochmal um einen Tick besser geworden sind. Die stechenden Schmerzen waren komplett weg, meine Gehgeschwindigkeit hat sich wieder enorm erhöht, ich kann wieder Walkingrunden von 3 Stunden ohne gröbere Probleme bewältigen, kleinere Bergwanderungen in eben diesem Ausmaß von 3-4 Stunden sind ebenso kein Thema, auch bergab gehen funktioniert besser (wenn auch nicht gut, aber da haben ja sogar gesunde Menschen echte Probleme).

Seit etwa 1 Monat bin ich urlaubsbedingt und danach erkältungsbedingt sportlich etwas inaktiv. Daher verspüre ich jetzt wieder eine ganz minimale Verschlechterung meines Kniezustandes. Aber ich weiß ja, was ich dagegen tun kann, und muss jetzt nur noch gesund werden…

Spannend war, das erste Mal mit meinen Knieprothesen zu fliegen. Ich wachle, wenn ich durch die Metallsensoren marschiere, schon von weitem mit meinem Prothesenpass. Beim Hinflug wurde ich daraufhin peinlichst genau untersucht und abgegriffen. Beim Rückflug schaut mich der Beamte voller Entsetzen an, als die Alarmleuchten los gingen, sieht mich mit dem Pass wacheln, will eine Kollegin herbeirufen, findet grad keine, und winkt mich mit resignierender Miene durch. War schon lustig.

Ich kann nur immer wiederholen, dass es die beste Entscheidung für mich war, die Prothesen machen zu lassen, und es war die beste Entscheidung, mir dafür einen Arzt meines Vertrauens auszusuchen. Es war die beste Entscheidung, mich sehr gut darauf vorzubereiten, es war die beste Entscheidung, immer positiv und gut drauf zu bleiben. Es war die beste Entscheidung, die Reha voll zu nützen, und es war die beste Entscheidung, beim Aufbau der Muskulatur nicht locker zu lassen. Es wurde alles gut, und ich genieße wieder eine Lebensqualität, die 2 Jahre vor der Operation, bedingt durch die Bewegungsbeschränktheit, nicht mehr möglich war.

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