5 Jahre danach

Letzte Woche hatte ich meine 5-Jahres-Untersuchung. Ich wiederhole mich. Ich weiß. Aber: Es war die beste Entscheidung meines Lebens! Die Knieprothesen-OP ist nun 5 Jahre her, und es geht mir blendend.

Noch heute ist jede Treppe, die ich gehe, ein Vergnügen, weil ich weiß, wie ich früher Stiegen steigen musste. Ich kann Stiegen LAUFEN! Rauf und runter! Ich fahre endlose Kilometer Rad. Ich mache kleine Wandertouren von bis zu 4 Stunden, sowohl im Sommer mit Bergschuhen als auch im Winter mit Schneeschuhen. Ich gehe Langlaufen. Ich kann von Stühlen aufstehen, ohne furchtbare Geräusche von mir geben zu müssen, die die Mühseligkeit dieses Unterfangens unterstrichen haben. Weil ich aufstehen kann, ohne Schmerzen zu haben und ohne das Gefühl zu haben, die Knie und Glieder müssen sich an das Stehen erst gewöhnen, bevor ich überhaupt den ersten Schritt setzen kann!

Diese Knieprothesen haben mir eine unglaubliche Lebensqualität zurück gegeben. Vielen vielen Dank an wen auch immer, dass es solche Möglichkeiten überhaupt gibt!

Was dazu zu sagen wäre, auch wenn ich mich ebenso damit wiederhole: Von nix kommt nix. Die Knie verlangen nach Bewegung, nach Muskelaufbau. Wenn ich zuwenig mache, bekomme ich Schmerzen, und merke, dass ich nicht sicher unterwegs bin, weil der Muskel die Prothesen nicht ordentlich umspannt. Das ist kein erstrebenswertes Gefühl. Daher fahre ich sehr viel Rad, auch auf Berge, damit der Muskel sich ordentlich bildet und erhalten bleibt.

Da ich nun mal etwas zuviel Gewicht habe, ist es umso wichtiger, den Muskel als Unterstützung zu haben. Die anderen positiven Nebeneffekte (letztens hat ein Arzt mein Herz abgehört und mich gefragt, ob ich viel Sport betreibe, da man das hört!!!) tragen dazu bei, dass ich den Sport auch „gerne“ mache. Nicht immer, aber immer öfter. Beim Abnehmen hilft er mir übrigens nicht, der Sport, weil mein Grundumsatz sich entschieden hat, nie mehr vernünftig zu arbeiten. (Selber schuld, hab ich mir durch die vielen Diäten in frühen Jahren zerstört. Der mag halt nicht mehr). Dafür verwundere ich immer wieder Menschen, wenn ich sie am Rad „verblase“. (Nein, ich fahre nicht mit Motor. Noch nicht!)

Fazit: Die Knieprothesen zwingen mich quasi zum Sport, den ich nie mehr machen hätte können, hätte ich keine Knieprothesen. So beisst sich die Katz in den Schwanz, die Prothesen verhelfen mir zu einer gesünderen Lebensweise und zu unglaublich viel Dankbarkeit und Demut, was wiederum mein Gemüt ausgesprochen positiv beeinflusst.